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Energieausweis + Energiepass

Der Energieausweis hilft bei der Modernisierung

Der Energieausweis ist das ideale Instrument zur Ermittlung von geeigneten Modernisierungsmaßnahmen. Er weist die "Gesamtenergieeffizienz" des Gebäudes auf mehreren Seiten aus, erfasst allgemeine Gebäudedaten und stellt die Ergebnisse der Bewertung übersichtlich zusammen. Eine Farbskala zeigt auf einen Blick, wie viel Energie das Gebäude im Vergleich zu anderen benötigt - ähnlich wie das EU-Label bei Kühlschränken oder Waschmaschinen. Dabei werden u.a. die Qualität der Gebäudehülle (z. Bsp. Fenster, Decken, Außenwände), der Heizungsanlage und des Energieträgers (z. Bsp. Heizöl, Erdgas, Strom) berücksichtigt. Darüber hinaus enthält der Energieausweis konkrete Vorschläge für energiesparende Modernisierungs-Maßnahmen. Mögliche Ansatzpunkte sind dabei z. Bsp. das Dämmen von Dächern, Decken, Wänden und Heizungsrohren, der Austausch der Fenster oder das Erneuern der Heizungstechnik.

Anreiz zur Modernisierung durch den Energieausweis

Um Immobilienbesitzer zu energieeffizienten Sanierungsmaßnahmen zu motivieren soll der Energieausweis mit seinen Modernisierungsempfehlungen einen wichtigen Anreiz geben. Er soll zum Mitdenken und Mitmachen anregen. Damit setzt die EU - und Bundespolitik einen klaren Schwerpunkt: Gebäude sind von zentraler Bedeutung für den Klimaschutz.

Energieausweis wird Pflicht + Bundesregierung beschließt Energieeinsparverordnung

Die Bundesregierung hat am 25. April 2007 die neue Energieeinsparverordnung (ENEV 2007) beschlossen. Mit der ENEV 2007 wird die Ausstellung von Energieausweisen für Bestandsgebäude schrittweise ab 2008 zur Pflicht. Energieausweise für bestehende Wohngebäude werden damit bei Verkauf und Vermietung ab dem 1. Juli 2008 zur Pflicht. Zunächst sind Wohngebäude, die vor 1965 fertig gestellt worden sind, betroffen. Für jüngere Wohngebäude sind Energieausweise ab dem 1. Januar 2009 vorzulegen. Für Nichtwohngebäude und öffentlich zugängliche Dienstleistungsgebäude ist der Starttermin der 1. Juli 2009. am 1.Oktober 2007 tritt die ENEV in Kraft. Der 45-seiten lange Auszug steht auf www.bundesgesetzblatt.de kostenfrei als Leseversion zur Verfügung.

Energieverbrauchsausweis + Energiebedarfsausweis

Nicht alle Gebäude brauchen denselben Energieausweis. Je nach Größe und Alter ihrer Immobilie muss ein Energiebedarfsausweis oder ein Energieverbrauchsausweis ausgestellt werden.

Bedarfsbasierte Energieausweise sind vorgeschrieben für Gebäude mit weniger als fünf Wohnungen, die mit einem bauantrag vor dem 1. November 1977 errichtet und nicht mindestens auf das Anforderungsniveau der ersten Wärmeschutzverordnung (wsvo) von 1977 modernisiert wurden.

Verbrauchsbasierte Energieausweise sind in allen anderen Fällen zulässig, also bei Gebäuden mit mehr als fünf Wohnungen und einem Bauantrag nach dem 1. November 1977.

Völlige Wahlfreiheit zwischen beiden Varianten hat der Gebäudeeigentümer in der Übergangsfrist bis 1.10.2008. Unabhängig von Gebäudegröße und Baujahr kann bis September 2008 für jedes Gebäude ein verbrauchsbasierter Energieausweis erstellt werden.

Wer möchte, kann sich aber auch auf freiwilliger Basis einen Bedarfsausweis ausstellen lassen.

Inhalte des Verbrauchsausweises

Bei der verbrauchsorientierten Variante des Ausweises wird die Energieeffizienz aus der innerhalb eines Jahres tatsächlich verbrauchten Energiemenge ermittelt. Der verbrauchsorientierte Ausweis bildet weniger den Zustand eines Gebäudes, sondern eher das Verhalten seiner Bewohner ab. Ob viele Familien mit Kindern oder eher berufstätige Singles in einem Haus wohnen beeinflusst den Energieverbrauch eines Gebäudes enorm. Aussagekräftiger ist deshalb der bedarfsorientierte Ausweis, der eine Bestandsaufnahme der Dämmung, der Baumaterialien und des Heizsystems erfordert. Daraus wird errechnet, wie viel Energie das Gebäude bei durchschnittlichem Nutzverhalten verbraucht.

Inhalte des Bedarfssausweises

Der Energiebedarfsausweis gibt Auskunft darüber, wie energieeffizient ein Gebäude wirklich ist. Die Energieeffizienz des Gebäudes kann durch den jährlichen Energiebedarf für Beheizung, Warmwasseraufbereitung und Wohnungslüftung ermittelt werden. Dabei werden die Daten der Gebäudehülle, wie die Dämmung von Fenstern, Wänden oder Dach im Energieausweis genauso berücksichtigt wie die verwendeten Baumaterialien und die Bauweise. Mit in die Berechnung fließen außerdem die Eigenschaften der Lüftungs- und Heizanlage ein und auch die Verwendung regenerativer Energien wie Wärmepumpen oder Solarenergie.